Blasenkarzinom - Einfach
im Urin nachweisen mit NMP22®
Bis auf eine Blutbeimengung im Urin sind
Karzinome der ableitenden Harnwege meistens symptomlos. Deshalb
gelangen die Patienten in der Regel viel zu spät zum Facharzt:
Bei 25 - 30% der Patienten liegt bei der primären
Tumordiagnose bereits ein invasives Karzinom vor. Die frühzeitige
Diagnose und Therapie ist aber entscheidend für die Prognose.
Für die frühzeitige Erkennung
von Tumoren der ableitenden Harnwege wie Harnblase, aber auch des
Nierenbeckens, steht seit kurzem auch in Deutschland ein leicht
durchzuführender Urintest zur Verfügung: NMP22®.
Dabei handelt es sich um einen Test der Firma Matritech Inc. USA, mit
dem ein tumorassoziiertes neukleäres Matrixprotein in Urin
nachgewiesen wird.
In den USA erhielt NMP22®
als zweiter Tumormarker weltweit wegen seiner erwiesenen
diagnostischen Bedeutung die FDA-Zulassung für das
Screening auf Tumore der Harnblase. Der andere von der FDA für
Screeningzwecke zugelassene Tumormarker ist das bekannte und
akzeptierte Prostata spezifische Antigen (PSA).
NMP22® besitzt eine
doppelt so hohe Sensitivität wie die normale Urinzytologie.
NMP22® erreicht als
einziger nicht-invasiver Test eine vergleichbare Sensitivität
und Spezifität wie die für den Patienten belastende
invasive Zytoskopie.
In Kombination mit der
Urinzytologie erreicht der NMP22®-Test eine
Komplementärsensitivität von nahezu 100%.
Der negative prädiktive
Vorhersagewert (Maß für den Ausschluss eines vorliegenden
Karzinoms der ableitenden Harnwege) liegt bei über 90%.
Potenzielle Einsatzbereiche in der
internistischen/hausärztlichen Praxis
Screening von Risikopatienten
Bei Nachweis von Blut im Urin und nach
Ausschluss von Infektionen oder Steinleiden ist zum Screening auf
ein Blasenkarzinom der NMP22®-Test angezeigt.
Aufgrund der leichten Durchführbarkeit - eine Urinprobe des
Patienten wird in einem speziellen Stabilisatorgefäß (bei
uns erhältlich) eingeschickt - eignet sich der NMP22®-Test
problemlos für die Erkennung von Blasentumoren bei Patienten ab
dem ca. 55. - 60. Lebensjahr (Blasentumore haben einen Altersgipfel
bei 65 - 70 Jahren) sowie das Screening Ihrer Risikopatienten.
Risikopatienten sind Raucher, Tankwarte,
Lastkraftfahrer und Beschäftigte der petrochemischen,
Gummi-, Farbstoff- oder Lederindustrie. Ein erhöhtes Risiko
besteht auch für Patienten mit chronischen Entzündungen des
Harntraktes oder bei Langzeiteinnahme von Schmerzmitteln. Ab dem ca.
40. - 50. Lebensjahr sollte der Urin dieser Patienten regelmäßig
auf Blut und bei Tumorverdacht auf NMP22® getestet
werden.
Monitoring von bereits bekannten und
therapierten Blasenkarzinom-Patienten
Frühzeitige Rezidiverkennung
Aufgrund der Rezidivrate von mehr als
75% müssen Blasenkarzinom-Patienten auch nach erfolgreicher
Therapie unbedingt engmaschig kontrolliert werden. Durch die hohe
Sensitivität von 80% und den hervorragenden negativen
Vorhersagewert von über 90% eignet sich der NMP22®-Test
sehr gut zur Überwachung dieser Patienten. NMP22®
entdeckt Rezidive nachweislich früher als andere
Überwachungsmaßnahmen. So kann dem Patienten zumindest
ein Teil der invasiven und belastenden Zytoskopien erspart, bzw. die
Zeitintervalle zwischen den Zytoskopien verlängert werden. Mit
dem Urintest auf NMP22® kann der Patient in der
vertrauten Hausarztpraxis effizient kontrolliert werden. Das ist ein
Zugewinn an Lebensqualität für Ihre Patienten und trägt
darüber hinaus zur Kostenreduktion bei.
Wie wird der Test
durchgeführt?
Der NMP22®-Test wird in
einer stabilisierten Urinprobe bestimmt.
Fordern Sie in unserem Labor das
Stabilisatorfläschchen für die Urinprobe an.
Lassen Sie den Patienten eine
Urinprobe in ein Plastikgefäß (kein Glas!) abgeben und
daraus das Stabilisatorfläschchen sofort bis zur
Markierung füllen. Die sofortige Stabilisierung des Urins
ist zwingend erforderlich!
Senden Sie die stabilisierte
Urinprobe innerhalb von 2 Tagen in das Labor.
Wie sicher sind die
Testergebnisse?
Negatives Testergebnis:
Der negative Vorhersagewert
(Tumorfreiheit) liegt für NMP 22® bei über
90%. Somit ist bei negativem Testergebnis (NMP22®-Wert
< 10/ml) die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ein Karzinom
vorliegt.
Positives Testergebnis:
NMP 22® besitzt -
vergleichbar mit der Zystoskopie - eine Sensitivität und
Spezifität von jeweils ca. 80%. Bei positivem Testergebnis
(NMP22®-Wert > 10 U/ml) liegt wahrscheinlich ein
Karzinom der ableitenden Harnwege vor. Eine Abklärung durch den
Urologen ist dringend erforderlich.
Ausschlusskriterien:
Falsch positive Ergebnisse können
zustande kommen bei massiven Harnwegsinfektionen, die vor der
Urinabnahme für die NMP22®-Bestimmung behandelt
werden müssen, bei Steinleiden, und wenn innerhalb von zwei
Wochen vor der Urinabgabe ein invasiver Eingriff (Katheter,
Operation) vorgenommen wurde. Werden diese Ausschlusskriterien
beachtet, steigt die Spezifität des NMP22®-Test
auf über 90%.
Wie wird der Test
abgerechnet?
Haben Sie noch Fragen?
Kontaktieren Sie unser Labor, wir stehen
für alle Fragen zur Verfügung.
Telefon: 06924404360
Fax: 06924404373
E-mail: HD@Zuchhold.com
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