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Borreliose - Diagnostik und Therapie

Die Borreliose ist die häufigste der "tick-borne diseases" (Zeckenbiss) mit 6 bis 30 % an seropositiven Individuen in der Allgemeinbevölkerung. Die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien beträgt zwischen 10 und 20 Prozent. Der Nachweis der Borrelien in der Zecke ist möglich (keine Kassenleistung).
Bei einem Zeckenbiss können auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch FSME Viren übertragen werden. Seltener werden durch den Zeckenbiss Rickettsien, Ehrlichien und Babesien übertragen.

Reiserückkehrer aus Mittelmeerländern und Afrika können durch Zeckenbiss mit dem Mittelmeer-Fieber (Rickettsia connori) infiziert sein.
Der Antikörpernachweis gegen Borrelien im Blut mit quantitativen Suchtest gegen IgG und IgM ist das Verfahren der 1. Wahl in der Diagnostik der Borreliose. Die Methode hat eine hohe Sensitivität und Spezifität bei der Suche nach einer Infektion.
Bei einem negativem Suchtest sollte eine Kontrolle nach zwei Wochen durchgeführt werden.
Bei einem Suchtest im "Graubereich" (grenzwertig) wird ein IgG und IgM Westernblot durchgeführt. Ebenso bei einem positiven Suchtest.
Wichtig ist zu beachten, daß im Stadium I und II der zu Beginn der Symptome der Antikörpernachweis noch negativ sein kann. Seropositivität im Stadium I: 20 - 80 %, im Stadium II: 50 - 90% und Stadium III: ca. 100%.

Bei klinischem Verdacht sollte immer eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden.
Bei der Therapie sollte das Stadium, das Alter des Patienten und die Verträglichkeit gegen das Antibiotikum berücksichtigt werden. Je nach den vorherrschenden Symptomen kommen unterschiedliche Antibiotika über zwei bis drei Wochen zum Einsatz.
Wichtig: Nur eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der Borreliose führt zum Erfolg !



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